Erfolge

Erfolg ist natürlich immer relativ, für uns liegt ein Erfolg dann vor, wenn das Optimale für die Mandantschaft erreicht wurde und diese zufrieden ist. Das ist nicht automatisch die „Millionenabfindung“, sondern oftmals das realistisch Erreichbare, auch wenn hierzu intensive außergerichtliche Verhandlungen oder sogar gerichtliche Verfahren notwendig sind.

Die nachfolgende Aufstellung gibt daher einen Ausschnitt unserer Tätigkeit wieder.

Entzündung im Kniegelenk nach durchgeführter Operation zu spät erkannt/behandelt – Entschädigungssumme EUR 40.000,00

Die Mandantin hatte durch einen Unfall eine Kreuzbandruptur und einen Meniskusschaden erlitten. Es wurde eine arthroskopische Operation durchgeführt. Bei der vereinbarten Wiedervorstellung klagte die Mandantin über starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die behandelnden Ärzte äußerten, dass dies nach der Operation normal sei. Eine weitergehende Behandlung wäre nicht notwendig.
Es erfolgten dann noch mehrere Untersuchungstermine. Es wurden lediglich stärkere Schmerzmittel und Krankengymnastik verordnet. Erst nachdem die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen über drei Wochen nach der Operation angehalten hatten, wurde eine weitergehende Untersuchung durchgeführt. Die Mandantin musste am nächsten Tag notfallmäßig operiert werden. Es wurde eine fortgeschrittene Entzündung im Kniegelenk festgestellt. Es hatten sich Knorpelschäden entwickelt, die sich nicht mehr zurückgebildet haben.

Eine außergerichtliche Regulierung war, trotz vorliegender Gutachten, nicht möglich. Erst im Rahmen des eingeleiteten gerichtlichen Verfahrens wurde dann von der Haftpflichtversicherung der Ärzte ein Vergleich akzeptiert.

Blinddarmentzündung übersehen – Entschädigungssumme EUR 32.500,00

Der 41-jährige Mandant hatte wegen starker/krampfartiger Bauchschmerzen ein Krankenhaus aufgesucht. Er wurde dort stationär aufgenommen. Es wurden nur Schmerzmittel verabreicht. Die Ärzte gingen fehlerhaft von einer Schleimhautentzündung des Magens und des Darms (Gastroenteritis) aus. Sie haben dabei die vorhandene Blinddarmentzündung übersehen. Es kam dadurch zum Blinddarmdurchbruch.
Im Heilungsverlauf ergaben sich Komplikationen. Der Mandant musste seinen Beruf wechseln und eine Umschulungsmaßnahme durchführen. Nach der Umschulung verdiente er allerdings mehr als vorher.

Das Verfahren wurde durch außergerichtlichen Vergleich mit der Haftpflichtversicherung des Krankenhauses abgeschlossen.

Perinaler Abszess nicht rechtzeitig erkannt/behandelt – Entschädigungssumme EUR 125.000,00

Der Mandant stellte sich, nach entsprechender urologischer Überweisung, mit rektalen Schmerzen bei einem Facharzt für Innere Medizin vor. Dort wurde der vorhandene Abszess nicht ordnungsgemäß erkannt, es wurde zunächst nur mit Antibiotika behandelt. Die notwendige chirurgische Behandlung konnte deshalb erst verspätet erfolgen. Es waren mehrere Nachoperationen notwendig. Der Mandant musste seine berufliche Tätigkeit aufgeben/ändern. Es ergaben sich Spätfolgen/Dauerschäden.

Das Verfahren konnte durch außergerichtlichen Vergleich mit der Haftpflichtversicherung erledigt werden.

Hodentorsion wurde nicht erkannt – Entschädigungssumme EUR 30.000,00

Bei dem 16 Jahre alten Mandanten traten nachts plötzlich starke Schmerzen in der Leiste und im Bereich der Hoden auf. Er suchte deshalb direkt in der Nacht ein Krankenhaus auf. Die Ärzte des Krankenhauses stellten die Diagnose einer Verstopfung. Als Behandlung sollte der Mandant einen Einlauf durchführen. Weitere Untersuchungen/Behandlungen erfolgten nicht.
Da sich die Schmerzen nicht besserten, suchte der Mandant dann am Vormittag des gleichen Tages ein anderes Krankenhaus auf. Dort wurde festgestellt, dass eine Hodentorsion vorlag. Da seit der Erstuntersuchung jedoch ein zu langer Zeitraum vergangen war, musste ein Hoden operativ entfernt werden.

Eine außergerichtliche Regulierung mit der Haftpflichtversicherung des Krankenhauses war zunächst nicht möglich. Erst nach Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens und Vorlage des entsprechenden Sachverständigengutachtens konnte ein Vergleich erreicht werden.

Nervenschaden durch nicht behandelten Bluterguss – Entschädigungssumme EUR 52.000,00

Die 46 Jahre alte Mandantin wurde stationär an der Hüfte operiert. Es wurde dabei ein Schleimbeutel entfernt, zusätzlich wurde ein Sehnenstrang operativ am Knochen befestigt. Nach der Operation ergab sich ein großer Bluterguss/Hämatom. Es wurde lediglich ein Schmerzmittel verabreicht. Der Oberschenkel schwoll stark an. Es mussten zwei Blutkonserven infundiert werden. Erst fünf Tage nach der Operation wurde versucht durch eine Punktion den Bluterguss abzuleiten. Dies scheiterte. Trotz nach wie vor vorhandenem starken Bluterguss wird die Mandantin dann aus der stationären Behandlung entlassen, mit der Bemerkung, dass der Bluterguss von selbst verschwinden würde.

Durch den Bluterguss ist ein Nerv, der den Gesäßmuskel versorgt, geschädigt worden. Durch die Nervenschädigung baut sich der Gesäßmuskel ab.
Eine außergerichtliche Regulierung war, trotz vorliegender Gutachten, nicht möglich. Erst im gerichtlichen Verfahren, nachdem weitere Gutachten eingeholt wurden, konnte dann ein Vergleich erzielt werden.

Bandscheibenvorfall nicht richtig erkannt/nicht richtig behandelt – Gesamtentschädigung ca. EUR 380.000,00

Bei dem 46 Jahre alten Mandanten lag ein Bandscheibenvorfall vor. Dieser wurde nicht rechtzeitig erkannt/nicht richtig behandelt. Es ergaben sich Dauerschäden.
Der Mandant musste seine berufliche Tätigkeit aufgeben, und Rente wegen Erwerbsminderung beziehen. Die Entschädigungssumme wurde in Teilbeträgen, nach Vorlage entsprechender Unterlagen, ausgezahlt.

Die gesamte Angelegenheit konnte außergerichtlich geregelt werden.
Zusätzlich zu der Entschädigungsleistung musste die Haftpflichtversicherung noch an die Rentenversicherung erhebliche Zahlungen leisten. Damit wurde verhindert, dass der Mandant im Alter eine geringere Altersrente erhält.

Verletzung/Durchtrennung des großen Gallenganges durch fehlerhaft durchgeführte Operation an der Gallenblase – Entschädigungssumme EUR 5.000,00

Bei der 69-jährigen Mandantin sollte operativ die Gallenblase entfernt werden. Dies als laparoskopische Operation. Bei dieser Operation wurde fehlerhaft der große Gallengang durchtrennt und mit einem Metallclip verschlossen.
Der Fehler wurde noch während der Operation bemerkt, die Mandantin musste dann in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, damit der Gallengang wieder zusammengenäht werden konnte. Dies ist gelungen.

Messbare Dauerschäden sind nicht verblieben.
Der Entschädigungsbetrag wurde durch außergerichtlichen Vergleich erreicht. Eigentlich wäre ein höherer Betrag angemessen gewesen. Da die Mandantin aber über keine Rechtsschutzversicherung verfügte, wollte sie das Risiko eines gerichtlichen Verfahrens nicht eingehen.

Verletzung der Harnblase bei Leistenbruchoperation – Entschädigungssumme EUR 5.000,00

Bei der 69-jährigen Mandantin sollte operativ die Gallenblase entfernt werden. Dies als laparoskopische Operation. Bei dieser Operation wurde fehlerhaft der große Gallengang durchtrennt und mit einem Metallclip verschlossen.

Der Fehler wurde noch während der Operation bemerkt, die Mandantin musste dann in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, damit der Gallengang wieder zusammengenäht werden konnte. Dies ist gelungen.

Messbare Dauerschäden sind nicht verblieben.
Der Entschädigungsbetrag wurde durch außergerichtlichen Vergleich erreicht. Eigentlich wäre ein höherer Betrag angemessen gewesen. Da die Mandantin aber über keine Rechtsschutzversicherung verfügte, wollte sie das Risiko eines gerichtlichen Verfahrens nicht eingehen.